Der ehemalige Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie zielte auf die Verbindung von Methoden und Erkenntnissen der Geowissenschaften und der Wirtschaftswissenschaften, um zu innovativen, interdisziplinären Ergebnissen in Forschung und Lehre zu gelangen. Mit dieser Verknüpfung kann dem immer bedeutsameren Spannungsfeld zwischen lokaler Kompetenz und globaler Vernetzung verstärkt Rechnung getragen werden.
Regionen, verstanden als Raumeinheiten unterhalb des Nationalstaates, sind sowohl Voraussetzung wie auch Ergebnis sozialen und ökonomischen Handelns. Träger regionaler Entwicklung sind vor allem lokal und regional verankerte Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.
Unsere Arbeiten in diesem Bereich umfassen
Der wissenschaftliche Zugang zu diesen Themen basiert wesentlich auf einer akteurszentrierten Perspektive und auf neueren Ansätzen in der Regionalentwicklung (regionale Cluster, Bottom-Up-Strategien, regionale Vernetzung von Institutionen und Akteuren). Verbindendes Element dieser Perspektiven ist der Netzwerkgedanke, wie er z.B. den Ansätzen der kreativen Milieus und der Innovationsnetze zugrunde liegt.
Die ökonomische Globalisierung hat weitreichende Konequenzen für Unternehmen, Produktionsysteme und Märkte. Unternehmen, aber auch politische Entscheidungsträger auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene müssen entsprechende Anpassungsstrategien entwickeln.
In diesem Kontext beschäftigen wir uns mit
Diese Themen bearbeiten wir auf mikro- und makroökonomischer Ebene, wobei auf der Ebene des Unternehmens vor allem akteurs- und handlungsorientierte Betrachtungsweisen zum Tragen kommen. Besondere Beachtung findet dabei die Bedeutung von Kultur und interkultureller Kompetenz für den unternehmerischen Erfolg im internationalen Umfeld. In der Makroebene beziehen wir uns auf Organisationstheorien sowie netzwerktheoretische und branchenspezifische Ansätze.
Das Forschungsfeld Umweltökonomie untersucht sowohl gesellschaftliche und staatliche als auch betriebliche Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt. Ziel ist es, durch eine frühzeitige umweltökonomische Analyse der gesellschaftlichen, staatlichen und wirtschaftlichen Strukturen sowie einer nachhaltigen Geschäftspolitik unternehmerische Wettbewerbsvorteile und deren wirtschaftsräumliche Wirkungen zu erarbeiten.
Die Umsetzung dieser Zielsetzung erfolgt im betrieblichen Umweltmanagement. Dort stehen ressourceneffiziente innerbetriebliche und zwischenbetriebliche Organisationsformen im Vordergrund der Forschung. Um diese zu erreichen, sind Umweltmanagementsysteme auf regionaler sowie globaler Ebene zu implementieren. Einen Schwerpunkt bilden hierbei internationale Marktbearbeitungsstrategien durch den Einsatz von Umweltschutztechnologie.
Ressourcenmanagement behandelt natürliche Ressourcenvorkommen auf der einen und Ressourcennutzung auf der anderen Seite. Die Forschungsarbeiten liefern damit einen Beitrag zur Verbesserung der Ressourceneffizienz, Optimierung von Stoffströmen und Entwicklung von Stoffkreisläufen. Stoffströme werden dabei nicht nur im produktiven Abschnitt, sondern grundsätzlich auch in der Nachnutzungsphase betrachtet. Abfälle sind als Rohstoffe am falschen Ort zu verstehen. Die abfallwirtschaftlichen Untersuchungen befassen sich mit dem Entsorgungsverhalten von Unternehmen und Haushalten sowie privatwirtschaftlichen, kommunalen und auch informellen Abfallwirtschaftskonzepten. Zielsetzung ist die Entwicklung und Verbesserung von situationsspezifisch angepassten und akzeptierten Organisationsformen in der Abfallwirtschaft, um somit die Realisierung von Rohstoffkreisläufen auch unter wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu ermöglichen.
Globale, regionale und akteursbezogene (vor allem betriebliche) Sichtweisen werden im Rahmen von Projekten zum Bereich der Umweltökonomie und des Ressourcenmanagements bearbeitet. Unsere Forschungsschwerpunkte sind:
... zwischen den Forschungsfeldern "Wirtschaftsraum- und Standortforschung" sowie "Umweltökonomie und Ressourcenmanagement" liegen in der Bereitstellung von Informationen zur Umweltsituation und zur Ressourcenausstattung von Standorten, aber auch in Konzepten zur Optimierung unternehmerischer Standortsysteme. Dadurch kann das Ziel einer nachhaltigen Regionalentwicklung unterstützt werden. Im Bereich "Internationale Unternehmenstätigkeit und Wirtschaftsräume" liegen die Verknüpfungen in der Analyse von Auswirkungen der Internationalisierung und Globalisierung auf ökologische Systeme, natürliche Ressourcen sowie auf die Anforderungen zur Steuerung dieser Prozesse.
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